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Forschungsallianz Braunschweig-Hannover

Mit der im März 2015 initiierten Masterplanung der Forschungsregion Braunschweig-Hannover wurde ein neuer Weg beschritten, um die beteiligten Hochschulen im nationalen und internationalen Wettbewerb zukunftssicher aufzustellen. Die entsprechende Kooperationsvereinbarung zwischen der TU Braunschweig (TUBS), der Leibniz Universität Hannover (LUH) und dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur (MWK) trat am 01.01.2016 in Kraft und die Förderung der drei Forschungslinien wurde zum 01.11.2016 bewilligt.

Für das neue Konzept gaben die Gutachterinnen und Gutachter die klare Empfehlung, übergeordnete langfristige und ambitionierte Ziele in solchen Bereichen zu setzen, in denen wissenschaftliche Exzellenz vorhanden ist oder mittelfristig entwickelt werden kann. Die Forschungslinie Quanten- und Nanometrologie, repräsentiert durch QUANOMET, ist neben der Mobilität und den Lebenswissenschaften einer von drei gemeinsamen Forschungslinien, in denen der Universitätenverbund Braunscheig-Hannover angetreten ist.

Die beteiligten Partnerinstitutionen verpflichten sich zur besonderen Kooperation in Forschung, Lehre, Studium, Aus- und Weiterbildung und Beschäftigung des wissenschaftlichen Nachwuchses sowie der Gewinnung international herausragend qualifizierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. QUANOMET folgt dieser Zielsetzung konsequent. Die Umsetzung der Vereinbarung wird vom MWK nicht nur innerhalb der Forschungsallianz, sondern auch durch viele weitere Landesinitiativen, allen voran den Forschungsbauten und den darauf beruhenden Forschungszentren, nachhaltig unterstützt, von denen QUANOMET in besonderer Weise profitiert.

Ziel der Forschungsallianz ist es, die wissenschaftliche Exzellenz beider Universitäten auf den genannten drei Feldern, die sich nicht nur durch wissenschaftliche, sondern auch durch weitreichende gesellschaftliche und wirtschaftspolitische Relevanz auszeichnen, weiter zu entwickeln.

Forschungslinie QUANOMET: Quanten- und Nano-Metrologie

Einbindung in vorhandene Verbundforschung

Die Forschungslinie QUANOMET wurde von den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in einem „Bottom-up“ Prozess mit dem Fokus auf rein fachlich motivierte Synergien und im intensiven Diskurs mit den Präsidien der beiden Universitäten inhaltlich ausgestaltet. 

Die Forschungslinie „Quanten- und Nanometrologie“ (QUANOMET) verfolgt das Ziel, einen international herausragenden Forschungsverbund der Metrologie zu etablieren, der mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), dem zweitgrößten Metrologie-Institut der Welt, einen starken Partner an seiner Seite hat, der sowohl mit TUBS als auch mit LUH schon jetzt vielfältig strukturell und personell verbunden ist. 

QUANOMET zielt auf die methodische Weiterentwicklung immer präziserer Messverfahren in den und mit Hilfe der Quanten- und Nanowissenschaften. QUANOMET hat hierdurch einen stark interdisziplinären Charakter, der nachhaltig zu einer immer stärkeren Verschränkung zwischen beiden Universitäten führen wird. Beide Standorte verfügen mit neuen bzw. im Bau befindlichen Forschungsbauten und Forschungszentren über eine starke Infrastruktur (LENA, HITec, LNQE). Es ist zu erwarten, dass langfristig mit der QUANOMET-Initiative ein kohärent agierendes Zentrum und damit eine äußere Wahrnehmung von QUANOMET als Einheit (auch international) entsteht, in der es als selbstverständlich angesehen wird, dass hier zwei starke Partner (Universitäten) gemeinsam auf hohem Niveau die wissenschaftliche Agenda bestimmen. 

QUANOMET ist nicht nur wissenschaftlich ein Gebiet mit großem Entwicklungspotential, sondern auch für eine zukünftige Technologieentwicklung von großer Relevanz. Schon jetzt sind im Umfeld dieses wissenschaftlichen Zentrums Ansätze erkennbar, die neue Konzepte der Quanten- und Nanometrologie in die Anwendung überführen wollen.

 

Wissenschaftliche Ziele von QUANOMET

Der stark interdisziplinäre Forschungsschwerpunkt QUANOMET wirkt darüber hinaus auch in andere fachliche Bereiche hinein, die von den hier entwickelten Methoden und Konzepten erheblich profitieren werden. So beteiligen sich zentrale TUBS- und LUH-Partner von QUANOMET an der Ausschreibung „Spitzenforschung in Niedersachsen“ als Teil des Society 100 Standortkonzepts und „Foundations of Physics and Metrology“ Verbundprojekts. Ebenso wirkt QUANOMET in den Schwerpunkt „Mobilise“ mit seinen vielen sensorischen, logistischen, navigationsbasierten und bald autonomen Bereichen hinein. Direkte Verknüpfungen ergeben sich mit neuen Verfahren der Fertigungs- und Produktionstechnik, sowie dem „Structural Health und Life Science Monitoring“ in der Medizin, aber auch von Bauwerken, sowie ganz generell der Sensorik und speziell Umweltsensorik in der „Stadt der Zukunft“. Darüber hinaus werden in 10 bis 20 Jahren autonome Roboter im privaten wie industriellen Umfeld mindestens so ubiquitär sein wie heute Smartphones oder Tabletcomputer. All diese Entwicklungen basieren generell auf einer allumfassenden Sensorik, die wiederum ohne eine fundierte Quanten- und Nanometrologie undenkbar ist.