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Forschungsgruppe | Global Geodetic Observing System (GGOS)

Galileo-Testsatellit GIOVE-B. Abbildung: European Space Agency ESA

GGOS – die zentrale Forschungsinitiative der internationalen Geodäsie hat zum Ziel, die geodätischen Größen Schwerefeld, Rotation und Figur der Erde konsistent auf dem 10-9-Niveau, entsprechend einer Genauigkeit von einem Zentimeter auf der Erdoberfläche zu bestimmen, um die komplexen Prozesse im Erdsystem zu erfassen.

Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit zentralen Komponenten in diesem Bereich. Lasermessungen zum Mond, die über einen Zeitraum von 40 Jahren gewonnen wurden, werden analysiert, um mögliche Modifikationen der Einstein‘schen Theorie zu untersuchen. Eine Verletzung des starken Äquivalenzprinzips oder die zeitliche Variation der Gravitationskonstanten sind dabei nur zwei Beispiele. Hierzu wird das gesamte Erde-Mond-Modell überarbeitet.

Mit der Nutzung von in QUEST entwickelter Technologie trägt die Arbeitsgruppe substanziell zur besseren Positionierung mithilfe von GNSS (Global Navigation Satellite System) bei. Hochgenaue Uhren, zum Beispiel Wasserstoffmaser, ermöglichen in Verbindung mit einer geeigneten Modellierung, aktuelle Limitierungen zu beseitigen und eine Genauigkeit im Millimeterbereich zu erreichen.

Immer größere Datensätze und die große Anzahl zu bestimmender Parameter in der Präzisionsgeodäsie, zum Beispiel 100.000 Parameter allein für das Erdschwerefeld, erfordern geeignete Analyse-Werkzeuge, die in dieser Arbeitsgruppe entwickelt werden. Ebenso werden schnelle Lösungsalgorithmen erforscht, um die schlecht-konditionierten Matrizen in der Schwerefeldbestimmung erfolgreich verarbeiten zu können.

In Zusammenarbeit mit der Task Group „Next Generation Gravity Field Missions“ und der Arbeitsgruppe „Precision Geodesy on Earth and in Space“ wird die Anwendung neuartiger QUEST-Technologie für Schwerefeldmissionen der nächsten Generation untersucht.