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Forschungsgruppe | Next Generation Geodesy Missions

Hydroxid-Katalyse Bonden: Ein Interferometer-Prototyp ist bereit zum Test. Foto: Marina Dehne

Die satellitengestützte Beobachtung des globalen Erdschwerefeldes mit hoher Präzision und Auflösung ist erfolgreich durch Missionen wie CHAMP (Challenging Minisatellite Payload), GRACE (Gravity Recovery And Climate Experiment) und GOCE (Gravity Field and Steady-State Ocean Circulation Explorer) demonstriert worden. Die gewonnenen Daten werden in vielen unterschiedlichen Disziplinen der Geowissenschaften genutzt. So ist die Langzeitbeobachtung der zeitlichen Veränderung des Erdschwerefeldes wichtig für das Verständnis vieler geophysikalischer Prozesse, wie zum Beispiel des globalen Wasserkreislaufs.

Für die Messungen verwenden die verschiedenen Missionen unterschiedliche Messkonzepte. Die zwei GRACE-Satelliten zum Beispiel benutzen Mikrowellen, um die Veränderungen ihres relativen Abstands von etwa 200 Kilometern auf wenige μm genau zu vermessen. Höhere Präzision und Auflösung von zukünftigen Schwerefeldmissionen lassen sich letztendlich nur mit verbesserter Sensortechnologie erreichen, die Genauigkeit der Abstandsvermessung zweier Satelliten durch die Verwendung eines Laser-Interferometers steigern.

Die Arbeitsgruppe „Next Generation Geodesy Missions“ arbeitet an der Entwicklung von Laser-Interferometern für zukünftige Gravimetrie-Missionen basierend auf Ab- standsmessung zwischen Satelliten. Die Entwicklung einer solchen Mission ist ein stark interdisziplinäres Forschungsfeld, bei dem die Gruppe mit anderen QUEST-Mitgliedern in der Arbeitsgruppe „Next Generation Gravity Field Missions“ sowie zahlreichen externen Partnern zusammenarbeitet. Die Arbeitsgruppe ist integraler Teil der „Space-Interferometry“-Abteilung am Albert-Einstein-Institut in Hannover und arbeitet eng mit den dortigen Wissenschaftlern zusammen, die sehr ähnliche Technologien für LISA (Laser Interferometer Space Antenna) entwicken.